Unsere Anfänge

Jede Leidenschaft hat ihren Anfang – und bei uns begann alles im Jahr 2010, als wir, Simone und Wolfgang Thomsen, zum ersten Mal den besonderen Zauber der Pferde entdeckten. Besonders die Kaltblüter hatten es uns angetan. Unser erstes Pferd, Orion, ein imposanter Percheron aus Frankreich, trat damals in unser Leben. Wir erinnern uns noch gut an die ersten Reitstunden und an das Gefühl, mit diesem sanften Riesen über Felder und Wege zu streifen. Orion war geduldig und freundlich, als wüsste er, dass er uns die Welt der Pferde erst eröffnen musste. An manches Missgeschick – wie die ungeschickten ersten Versuche, das Zaumzeug richtig anzulegen – erinnern wir uns heute mit einem Schmunzeln zurück.

Neue Pferde und Abschiede

Mit der Zeit wuchs unser Wunsch, die Pferdewelt weiter zu entdecken. 2014 wagten wir uns erstmals auf den Kutschbock und spürten sofort, wie viel Freude das Fahren bereitet. Zwei Jahre später erfüllten wir uns einen großen Traum: Wir zogen nach Werneck und errichteten einen eigenen Offenstall direkt am Haus. Hier, inmitten von Natur und Pferdewiehern, fühlten wir uns angekommen.

Noch im selben Jahr bekam Orion Gesellschaft: Napoleon, ein Rheinisch-Deutsches Kaltblut, verstärkte unsere kleine Herde. Die ersten Ausfahrten im Zweispänner waren aufregend – besonders, als Napoleon bei der ersten Kutschfahrt neugierig die Ohren spitzte und Orion scheinbar beruhigend auf ihn einwirkte.

Im Lauf der letzten Jahre mussten wir jedoch auch schmerzliche Abschiede verkraften. 2020 mussten wir von Orion Abschied nehmen, was uns sehr getroffen hat – sein leises Schnauben am Morgen fehlt uns bis heute. 

Doch das Leben geht weiter, und 2023 entschieden wir uns bewusst dafür, zwei junge Pferde auszubilden: Othello und Leopold zogen im Winter bei uns ein. Im November desselben Jahres kam Hunter, ein Noriker, zu uns. Im Mai 2024 stieß schließlich Ulano (Uli) zu unserer Herde und brachte neuen Schwung ins Stallleben.

Unsere Aktivitäten seit 2022

Mit unserem wachsenden Team haben wir neue Wege eingeschlagen. Seit 2022 sind wir nun auch regelmäßig mit unseren Pferden auf verschiedenen Umzügen zu sehen – sei es beim traditionellen Kirchweihfest oder beim historischen Festumzug. Es erfüllt uns mit Stolz, wenn Kinderaugen leuchten und viele Passanten die schweren Hufe auf dem Asphalt bestaunen.

Neben den Umzügen unternehmen wir außerdem leidenschaftlich gerne Kutsch- und Planwagenfahrten. Es gibt kaum etwas Schöneres, als gemeinsam mit Freunden an lauen Sommerabenden durch die Felder zu fahren, das gleichmäßige Schnauben der Pferde zu hören und einfach den Moment zu genießen. Jede Fahrt ist für uns eine neue Herausforderung und ein kleines Abenteuer, das unsere Verbundenheit zu den Tieren und zueinander immer wieder verstärkt.

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